Reise blog von Travellerspoint

"The Wave" - Glück im Unglück; Las Vegas #2 und Death Valley

overcast -4 °C

Zu allererst wollen Johannes und ich nachträglich der Nicki alles gute zum Geburtstag wünschen. An deinem Geburtstag (7.12.) sind wir zu "the Wave" gewandert. :)

Liebe Nicki,
Du bist so jung,
Du bist so schön und schlau,
erhalt‘ Dir die Erinnerung,
Du tolle, liebe Frau!
Bleib weiter möglichst lange schön
und jung und schlau und toll,
so wollen wir Dich immer sehn,
denn Du bist wundervoll!

:)

Nachdem wir ja schon vor Monaten unseren Permit bei der Lotterie gewonnen hatten, haben wir uns am 7.12 nun auf dem Weg zu der meist fotografierten Gesteinsformation "The Wave" aufgemacht.
Unglück: Es war der einzige Tag an dem keine Sonne schien und der ganze Himmel mit Wolken verhangen war
Glück: Dafür hatten wir wander-taugliche -4 bis 0 °C. Am 6.12 und am 8.12 waren es um die -15 ;)

Um zur Wave zu gelangen mussten wir erstmal rund eine Stunde mit dem Auto fahren und die letzen 8 Meilen einen holprigen Feldweg überwinden, der unpassierbar ist, wenn es geregnet oder stark geschneit hat. Deshalb hatte wir uns den Wetterbericht auch bestens angeschaut, der ab Mittag viel Schnee voraussagte

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Unglück: wir mussten um 6:30 aufstehen ^^
Glück: Es hat nicht geregnet (haha) und auf dem Hinweg war nur an wenigen Stellen etwas "alter" Schnee.

Einen "festen" Wanderweg gab es nicht. Man hat eine Landkarte mit Wegpunkten und dazugehörigen Fotos bekommen - anhand dieser musste man den Weg selber finden. Das war allerdings nicht so schwer :)
Die Wanderung an sich war schon ein Highlight für sich:

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Und "The Wave" ist wirklich sehr schön:
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Unglück: Durch den bewölkten Himmel und die fehlende Sonne kommen die tollen Farben der Steinwände auf den Fotos nicht so schön rüber ...
Glück: wir waren ganz alleine dort. :) Erst auf unserem Rückweg haben wir insgesamt 13 andere Wanderer gesehen.

Unglück: Auf dem Rückweg hat es angefangen ziemlich stark zu winden und dementsprechend wurde es richtig ungemütlich kalt
Glück: Wegen der Kälte habe wir haben uns beeilt zum Auto zu kommen und könnten so wahrscheinlich gerade noch den Feldweg zurückfahren - denn es hat angefangen sehr stark zu schneien und dann wird der Weg nur mit Allrad oder Schneeketten befahrbar. Wir hoffe alle anderen Wanderer konnten auch noch zurückfahren

Wer die Chance bekommt soll unbedingt zu "The Wave" wandern - allerdings besser nicht im Winter ;) und auch nicht im Sommer, denn dann kann es locker 40 °C bekommen und es gibt dort keinen Schatten...

Am nächsten Tag wollten wir in der Früh zurück nach Las Vegas fahren
Unglück: dazu mussten wir aber erstmal das Auto vom Schnee befreien:

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Glück: Wir hatten in der Früh schon erfahren das die Interstate 15 gesperrt war, weil dort aufgrund des Schnees und der Glätte ~300 Auto stecken geblieben sind:
http://www.stgeorgeutah.com/news/archive/2013/12/08/eda-gorge-closure-people-stranded-overnight-recount-experiences/
Wir sind dann einfach mal losgefahren und als wir gegen 13 Uhr dort ankamen, waren alle Autos schon wieder befreit und wir konnten problemlos durchfahren. Und anscheinend ist auch sonst nichts richtig schlimmes passiert.

In Las Vegas waren wir dann noch auf dem Stratosphere Tower:

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Heute sind wir dann von Las Vegas über Death Valley nach San Francisco gefahren und nach rund 10 Stunden Autofahrt wohlbehalten angekommen :)
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Viele Grüße :)
Tanja (und Johannes)

Eingestellt von TanJo 08:51 Archiviert in Vereinigte Staaten von Amerika Tagged the_wave Kommentare (2)

Antelope Canyon

sunny -3 °C

Auf dem Weg zu "The Wave" (hier haben wir es schon angekündigt: KLICK ) machten wir noch einen kleinen Zwischenstopp im Antelope Canyon. Auf einer Länge von ca. 400m hat das Wasser über tausende Jahre hinweg eine Schlucht in die weichen Gesteinsschichten gegraben, der so zu einer einmaligen Sehenswürdigkeit geworden ist. Im Sommer ist das Licht viel besser, was jedoch auch dazu führt, dass sich in den engen Gängen hunderte Menschen dicht aneinanderquetschen. Wir hatten eine Exklusivführung zu zweit und während wir im Canyon waren, haben wir nur einen anderen Besucher getroffen ;)
Der Anblick war wirklich großartig. Mit besserem Licht im Sommer wäre es jedoch sicher noch viel schöner gewesen.

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Viele Grüße
Tanja + Jo

Eingestellt von TanJo 18:21 Archiviert in Vereinigte Staaten von Amerika Tagged antelope_canyon Kommentare (3)

Hoover Dam und Grand Canyon

semi-overcast -5 °C

In Las Vegas haben wir unseren Mietwagen abgeholt. Eigentlich hatten wir einen Chevrolet Spark gebucht, wurden jedoch schnell überredet auf ein Midsize-SUV umzusteigen, was wir später nicht bereut haben...

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Unser erster Stop war der Hoover Dam. Ein wirklich beeindruckendes Bauwerk! Für die faulen Amerikaner gibt es direkt auf Höhe der Dammüberfahrt Parkplätze für 10$ pro Auto, wer lediglich 300m weiter den Berg hinauf fährt, findet dort mehr als genug kostenfreie Parkplätze ;)

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Am nächsten Tag ging es zum Grand Canyon. Wir waren etwas verwirrt, da wir immer dachten man müsse erst auf irgendwelche Gebirge hinauf fahren, um den Grand Canyon sehen zu können. Jedoch war der Höhenunterschied kaum bemerkbar, und der Canyon geht wirklich nur in einer Schlucht nach unten.
"Das kommt auf den Fotos gar nicht so rüber" - so oder so ähnlich hatten wir es oft zu hören bekommen, wenn uns Bilder vom Grand Canyon gezeigt wurden. Da es schon auf den Bildern so spektakulär aussah, konnten wir nicht so recht glauben, dass es einen großen Unterschied machen würde, es mit eigenen Augen zu sehen. Wir wurden jedoch schnell eines besseren belehrt: Man muss es einfach mit eigenen Augen gesehen haben, um zu begreifen wie groß und atemberaubend die Landschaft in und um den Grand Canyon ist.
Mittlerweile hatte uns jedoch eine Kältefront erreicht, und die sonst üblichen Temperaturen um diese Jahreszeit (ca. 5-10 °C) auf -3 °C bis -8 °C abgekühlt und die Straßen mit Schnee bedeckt.

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Wir ließen es uns jedoch nicht nehmen, nachdem wir im Grand Canyon angekommen waren dort auch eine kleine Wanderung hinunter auf uns zu nehmen und wurden dafür mit wunderschönen Ausblicken entschädigt:

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Viele Grüße
Johannes + Tanja

Eingestellt von TanJo 13:31 Archiviert in Vereinigte Staaten von Amerika Tagged grand_canyon hoover_dam Kommentare (2)

Vegas, Baby!

sunny 15 °C

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In einigen Hotelbewertungen hatten wir vom "20 Dollar Trick" gelesen. Das ganze funktioniert vor allem in Las Vegas und läuft so ab: Beim Check-In überreicht man dem Mitarbeiter ein "Sandwich" bestehend aus: Ausweis, 20 Dollar, Kreditkarte. Währenddessen fragt man ihn ob es irgendwelche kostenfreien Upgrades gibt. In der Regel bekommt man dafür die nächsthöhere Zimmerkategorie (sofern verfügbar), sollte nichts frei sein gilt das ungeschriebene Gesetz, dass der Mitarbeiter die 20$ zurück gibt. Von daher kann man nur gewinnen :)

Natürlich wollten dir das ganze auch ausprobieren. Der Mitarbeiter wusste sofort was zu tun war, als er das Sandwich bekam, klickte und tippte Minutenlang herum, und teilte uns dann mit, dass es sehr schlecht aussieht, er aber nochmal seinen Manager fragt, ob er uns upgraden dürfte. Nach 5 Minuten kam er zurück, teilte uns mit, dass er leider nichts tun kann und gab uns die 20$ zurück. Das Problem war, dass wir von Freitag bis Dienstag in Vegas waren, denn am Donnerstag davor war Thanksgiving und somit hatten sich viele den Brückentag frei genommen und ein langes Wochenende in Vegas verbracht. Wären wir zu einem anderen Zeitpunkt dort gewesen, hätte das mit dem Upgrade vielleicht eher geklappt!
Natürlich waren wir kurz etwas enttäuscht, aber nachdem wir unser Zimmer gesehen hatten, war die Enttäuschung schnell verflogen. Das Hotel in Vegas hatten wir schon lange Zeit im Voraus gebucht (kostenlos stornierbar) und immer wieder geschaut ob sich die Preise ändern. Eine lange Zeit ging es nur noch oben, aber kurz vor Ablauf der Stornofrist war die Junior Suite 150$ günstiger als unsere ursprüngliche Buchung für die kleinste Zimmerkategorie (Studio).
Mit knapp 50m² empfing uns unsere Junior Suite mit einem Wohnzimmer (mit Küchenzeile), 2 x 42" Fernseher, großem Badezimmer mit 20" Fernseher, und dem absoluten Highlight: Schlafzimmer mit Whirlpool!
Also gar nicht so schlimm, dass es mit dem Upgrade nicht geklappt hat ;)

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Vegas ist wirklich beeindruckend. Vor allem bei Nacht leuchtet und blinkt es überall. Wir haben die Tage damit verbracht uns die unterschiedlichen Hotels am Strip anzusehen und natürlich Geld in den Casinos zu verspielen. Am ersten Abend gingen wir mit einem Plus von 50$ ins Zimmer, an allen anderen Tagen hat das Casino gewonnen ;)

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Es macht jedoch wirklich Spaß zu spielen. Ständig bekommt man Freigetränke, zudem tanzten überall viele Frauen in hübschen Dessous auf Podesten. Man bekommt nicht nur an den Spieltischen die Freigetränke, sondern auch wenn man an Automaten sitzt. Im Wynn Casino haben wir so für 5$ an Automaten mit 1cent Einsatz pro Spiel für eine Stunde gespielt und währenddessen 2 Bier und 2 Cocktails bekommen. Natürlich muss man den netten Bedienungen immer mal wieder 1$ Trinkgeld geben, dann kommen sie schneller wieder :)

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Natürlich haben wir auch eine Magic-Show besucht. Ein Double Feature aus Close-Up Magic mit Armando Vera und Nathan Burton. War beides wirklich toll, allerdings hat uns Armando Vera mehr beeindruckt.

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Am letzten Abend haben wir noch die "Fremont Street Experience" besucht. Dort wurden 450m Straße mit LED-Anzeigetafeln überdacht.

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Am Ende befand sich dann noch der Heart Attack Grill, in dem tatsächlich schon 2 Personen durch den Verzehr der Burger an einem Heart Attack gestorben sind. Der Quadrupel Bypass Burger hat knapp 10.000 Kalorien, wir haben uns jedoch nur mit dem Double Bypass Burger + 10 Scheiben extra Bacon überfressen. Wer möchte kann jedoch sogar den Octuple Bypass Burger vernaschen. Die Burger waren zwar lecker, aber nicht außergewöhnlich gut. Jedoch machte die Atmosphäre diesen Besuch wirklich cool: Schon am Eingang erhält man von netten Krankenschwestern einen Krankenhauskittel, Alkohol gibt es aus Infusionsbeuteln oder Spritzen und wer sich überfressen hat, wird mit einem Rollstuhl zum Ausgang gebracht.

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Uns hat Vegas wirklich Spaß gemacht, in ein paar Tagen kommen wir nochmal für einen kurzen Zwischenstop auf dem Weg nach San Francisco vorbei und freuen uns schon richtig drauf nochmal eine Nacht im Casino zu verbringen :)

Viele Grüße
Jo + Tanja

Eingestellt von TanJo 08:18 Archiviert in Vereinigte Staaten von Amerika Tagged las_vegas Kommentare (2)

Montego Bay

sunny 32 °C

Unsere letzten Tage auf Jamaica verbrachten wir in Montego Bay, der zweitgrößten Stadt der Insel (nach Kingston). Der Unterschied zu Negril war wirklich sofort zu erkennen: Wesentlich mehr Menschen, deutlich touristischer ausgelegt und die Frage ob wir Ganja brauchen, kam statt bisher 10-15 mal pro Tag nur noch 1-2 mal ;)
Unser Aufenthalt dort war jedoch der kontrastreichste bisher: Neben den touristischen Standpromenaden und der Aneinanderreihung von Hotels, zeigte sich uns hier auch die „düstere“ Seite von Jamaika. Die Regionen in denen die Armen hausen, wo sich Ratten und Müll aneinanderreihen und Armut regiert. Die „Slums“ die sich am Rand von Montego Bay gebildet haben, sind allerdings unter gewissen Gesichtspunkten wirklich beeindruckend: Die Menschen haben gelernt mit dem Müll und der Armut umzugehen, wissen wie sie trotz enormen Drogenproblemen (nein, diesmal nicht das „harmlose“ Ganja, sondern Kokain) und Umweltverschmutzung trotzdem positiv jedem neuen Tag entgegensehen. Wir haben bisher wirklich selten solche Gegenden besucht. Und wenn, dann immer mit einer gewissen Angst und Unbehagen. Diesmal war es komplett anders. Obwohl es in der Seele weh tat zu sehen, die Straßenhunde den Müll durchwühlen, in denen Ratten alles Essbare bereits für sich beansprucht hatten, und der Hahn buchstäblich auf dem Müllhaufen gekräht hat, waren die Menschen die uns dort begegnet sind trotzdem so voller Lebensfreude und positiv eingestellt, dass es fast skurril schien mit einem Lächeln durch diese Straßen zu gehen…
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(Schöne Grüße an Wastel, dem der Anblick dieses Volvos sicher nicht sonderlich gefallen hätte ;) )

Aber nicht nur dort haben uns die Jamaikaner gezeigt, dass sie ein wirklich sympathisches Volk sind: Zuerst hatten wir uns auf die Bewertungen bei Tripadvisor verlassen, und den „Doctors Cave Beach“ in Montego Bay aufgesucht: 6 USD Eintritt pro Person, 4 USD für 0.25L Bier. Was bekam man dafür zusehen? Einen wirklich wunderschönen, sauberen karibischen Sandstrand, der allerdings so von Touristen überlaufen war, dass wir uns nur nach langem Suchen einen schattigen Platz unter den Palmen sichern konnten.
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Was man für das gezahlte Geld zu sehen bekam, war jedoch nicht dass was wir uns erhofft hatten. Zwar machte die Bob-Marley Cover-Band ihren Job wirklich gut, jedoch kam bei uns keinerlei Entspannung zwischen den Russen, Amerikanern und Europäern auf, die in Reisebussen zu diesem Stand gekarrt wurden. Zum Glück nahmen uns Gewitterwolken am frühen Nachmittag sehr schnell die Entscheidung ab, den Stand zu verlassen.
Am nächsten Tag hatten wir einen Trip gebucht, den man vielleicht so an keinem anderen Ort auf der Welt erleben kann: Wir fuhren mit einem Reisebus (ca. 35 Sitzplätze) ALLEINE (nur wir 2 + Fahrer) zur Rockland Bird Sanctury. Diese Einrichtung liegt ca. 30 Autominuten entfernt von Montego Bay auf einer Anhöhe.
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Die Frau, die diese Einrichtung vor über 10 Jahre ins Leben gerufen hat, ist mittlerweile leider verstorben und wurde auf diesem Grundstück begraben, was sie jedoch hinterlassen hat, sucht auf der ganzen Welt seinesgleichen: Sie hat es geschafft nach über 6 Jahre Training den Nationalvogel, den Doctor Bird Kolibri, dazu zu bringen, sich von Hand füttern zu lassen. Das ganze läuft folgendermaßen ab: man setzt sich vor ihrem alten Wohnzimmer auf der Terrasse in einen Plastikstuhl, nimmt in die eine Hand eine Falsche voller Zuckersirup und streckt den Zeigefinger der anderen Hand als Stütze daneben aus. Schon nach wenigen Sekunden begann, was wir kaum zu glauben vermochten. Mit einem unbeschreiblichen Geräusch näherte sich ein männlicher Doctor Bird Kolibri, begutachtete die Flasche mit Zuckersirup, und setzte sofort zur Landung auf dem daneben ausgesteckten Zeigefinger an. Diesen Kolibri auf meinem Finger sitzen zu sehen, während er mit seiner langen Zunge den „Nektar“ schleckte, entschädigte die holprige Anfahrt und den hohen Preis auf einen Schlag, und machte den Aufenthalt dort zu einem unvergesslichen Erlebnis.
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(Das erste Bild zeigt ein Kolibri-Nest, in dem die Tiere 1-2 Eier ausbrüten; das zweite Bild zeigt den weiblichen Doctor Bird)

Am nächsten Tag entschlossen wir uns, von diesen „public beaches“ Abstand zu nehmen, und uns auf einem der „local beaches“ niederzulassen. Selten haben wir eine Entscheidung so sehr begrüßt wie diese. Der Stand war zwar nicht so lupenrein gesäubert, jedoch fand sich schnell ein wunderschönes Plätzchen unter einem Mandelbaum. Neben dem eingesparten Eintrittsgeld, hatte der Strand jedoch ein viel schöneres Geschenk für uns bereitgehalten: Die Menschen, die dort mit uns die Sonne und das warme Wasser genossen: Die Einheimischen. In keinem anderen Land haben wir so etwas erlebt: Keine 5 Minuten nachdem wir unsere Handtücher auf dem weißen Sandstrand ausgebreitet hatten, näherte sich der erste Jamaikaner. Aber nicht um uns Sonnenbrillen oder Ganja verkaufen zu wollen, sondern um nach seinen eigenen Worten dafür zu sorgen, dass wir uns wohl fühlen. Etwas komisch kam uns das ja schon vor, aber Raheem hatte keine weiteren Absichten als mit uns zu quatschen, etwas über die Deutschen zu erfahren und uns am Ende viel Glück für unsere weitere Reise zu wünschen. Bei diesem Besuch blieb es jedoch nicht. Scheinbar hatte keiner der „locals“ Hemmungen davor, uns anzusprechen, etwas über uns und unsere Kultur zu erfahren, und zu versuchen unseren Aufenthalt in Jamaica noch angenehmer zu gestalten. Der Letzte der Besucher war Maiky, dessen Schwester in Berlin das karibische Restaurant „Ya-Man“ führt.
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Mama Karin und Andreas - vielleicht ja mal einen Besuch wert? :)

Wirklich interessant zu hören war, dass er in seinen über 50 Lebensjahren bisher noch nie Schnee gesehen hat, und für ihn Temperaturen unter 29 °C bereits zu kalt sind, um vor die Türe zu gehen ;)
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Montego Bay war somit für uns eine überaus kontrastreiche, aber viel mehr Interessante und lehrreiche Station auf unserer Reise: Ein Ort an dem wir zwar nie wohnen würden, aber die Menschen die ihren Lebenstag dort bestreiten durchaus bewundern.
Somit sehen wir mit einem überaus wehmütigen Auge dem Abschied von Jamaica hinterher, und werden diese Insel jedenfalls irgendwann nochmals besuchen, freuen uns aber durchaus auf die Tage in Las Vegas, die einen enormen Kontrast zu den letzten Wochen bieten werden.

Viele Grüße
Johannes (und Tanja)

Eingestellt von TanJo 18:50 Archiviert in Jamaika Tagged montego_bay Kommentare (1)

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