Reise blog von Travellerspoint

Und vorbei!

sunny 37 °C

Mit 15 Flüge um die Welt! Dabei haben wir mit den Flugzeugen eine Strecke von 43.951 Kilometern zurückgelegt. Hinzu kommen unzählige Kilometer mit Mietwagen, Bus, Bahn, Transrapid, Taxi, Tuk Tuk, Elefanten, Fahrrädern und natürlich zu Fuß!

Insgesamt haben wir 8 Länder besucht und hatten dabei Temperaturen von -10 °C (Grand Canyon) bis +38 °C (Thailand)

Gereist sind wir je mit einem 55L Rucksack und einem 15L Rucksack Handgepäck. Dabei hatten wir pro Person ca. 13kg (+ 2-3kg Handgepäck) mit uns herum zu schleppen. Wir hatten wirklich alles dabei, was wir auf der Reise benötigt haben – und ein bisschen zu viel:

  • Glücklicherweise hatten wir in 4,5 Monaten so gut wie gar keinen Regen. Hier und da ein paar Tropfen, aber die zwei Regenschirme und vor allem Regenjacke/hose haben wir kein einziges Mal ausgepackt.
  • Technik Schnick-Schnack war auch etwas zu viel: digitale Kofferwaage, Kompass und zahlreiche Reserveakkus waren definitiv überflüssig
  • Unsere Reiseapotheke war top ausgestattet, aber zum Glück sind wir weitgehend gesund geblieben und bringen den Großteil wieder mit nach Hause

Es gab nur eine Sache, die wir vergessen hatten: Ordentliches Klebeband! Das konnten wir zum Glück schon in New York problemlos nachkaufen und hat so einiges repariert: Riss in Tanjas Rucksack (man kann es eben nicht erzwingen: wenn´s nicht mehr reinpasst, dann passt es nicht mehr rein!), gerissene Schnorchel-Halterung an Johannes Taucherbrille und Hülle von Tanjas Kindle.

Na gut, das mit der Hülle des Kindle war nur nötig, da Tanjas Kindle einen unvorhersehbaren und von Johannes völlig unverschuldeten Sturz hatte und diesen leider nicht überlebt hat. Das neu gekaufte Kindle Paperwhite (sehr empfehlenswert) musste dann in der alten Hülle „festgeklebt“ werden, da es deutlich dünner ist ;)

Man liest im Vorfeld ja häufig, dass man als Tourist oft abgezockt, ausgeraubt, oder belästigt wird. Auch hier sind wir wohl recht unbeschadet davongekommen. Uns wurde nichts geklaut und verloren haben wir auch nichts. Dennoch gibt es ein paar kleinere „Fails“ auf unserer Reise:

  • In Vietnam haben wir für eine Taxifahrt den 3-fachen Preis bezahlen, da der Taxifahrer auf einmal kein Englisch mehr verstehen wollte. Da wir nach längeren rumdiskutieren, einfach keine Lust mehr hatten, haben wir statt 1€ eben 3€ bezahlt … ;)
  • US Airways (übrigens die schlechteste Airline der ganzen Reise!) wollte für unser Gepäck je 20$ haben. Da wir aber bei unserem Round-the-world-Ticket sämtliche Gepäckgebühren inbegriffen hatten, haben wir uns strikt geweigert dies zu bezahlen. Auch das hinzuziehen des Managers half erst mal rein gar nichts. Zum Glück haben wir nicht locker gelassen und nach 20min hieß es dann aus heiterem Himmel: „Natürlich müssen sie die 20$ nicht bezahlen, sie haben ja über Star Alliance gebucht!“ Das hatten wir jedoch von Anfang an wieder und wieder gesagt und ihnen sogar die E-Mail gezeigt, in der das so drin stand…
  • Auf der Fahrt mit der Fähre von Tioman Island (Malaysia) zurück ans Festland glauben wir nach wie vor, dass der 20 minütige unerklärliche Stopp kurz vorm Hafen beabsichtigt war, damit die Reisenden die Busse verpassen und auf die viel teureren Taxis ausweichen oder nochmals, wie wir, eine Nacht in den örtlichen Hotels verbringen mussten :D
  • Wir haben in Asien sicher meistens den Touristenpreis bei Essen, Trinken und Taxifahrten bezahlt …

Wir haben so einiges neues gelernt in den 4,5 Monaten:

  • Wir können jetzt einwandfrei mit Stäbchen essen
  • Wir sind zertifizierte Open-Water-Diver (bis 18m, obwohl wir auf Hawaii zum Wrack schon bis auf 33m abgetaucht sind)
  • In Ländern mit Linksverkehr schauen wir nun immer zuerst nach rechts statt nach links beim Überqueren einer Straße (glaubt mir, dass dauert echt lang sich daran zu gewöhnen)
  • Wir vertragen schärferes Essen. „Thai-scharf“ würden wir aber wahrscheinlich immer noch nicht überleben, aber „Medium-scharf“ geht ;)
  • In Asien benutzen viele Frauen Whitening-Cremes um ihre Haut heller erscheinen zu lassen. Quasi das Pendant zu unseren Selbstbräunern ;)
  • Nach etlichen Burgern die wir auf unserer Reise gegessen haben, stellt sich wirklich die Frage wie McDonalds die Welt erobern konnte – deren Burger sind mit Abstand die schlechtesten!

Natürlich hinterlässt so eine Reise auch ihr Spuren. Tanjas Rucksack ist stark mitgenommen, wir haben jeder ein paar Flip Flops „verbraucht“,

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und die ein oder andere kleinere Verletzung hat eine Narbe hinterlassen, die uns für immer an diese tolle Zeit erinnern wird :)

  • Tanja hat unzählige Mückenstiche mehrmals!! aufgekratzt – die Mücken waren aber auch garstig …
  • Johannes hat eine Schürfwunde vom Klettern in Malaysia an der Hand
  • Tanjas Nase hat auf Jamaica Bekanntschaft mit einer Stuhllehne gemacht (verdächtigt jetzt bloß nicht Johannes! Das war sie ganz alleine!)
  • Johannes hatte sich einen kleinen Sonnenbrand auf den Schultern auf Koh Lipe geholt. Übrigens völlig Tanjas Schuld, da sie Johannes nicht darauf aufmerksam gemacht hat, dass er sich beim Schnorcheln ein T-Shirt anziehen soll, so wie sie. Zudem war Tanjas Einwand „Ich bin doch nicht deine Mutter!“ hier absolut fehl am Platz!

Viele Leuten, die auch eine längere Zeit nur mit Sachen aus ihrem Rucksack oder Koffer gelebt haben, schreiben, dass man lernt auf vieles zu verzichten und merkt, dass man die vielen Sachen daheim eigentlich gar nicht braucht: Tanja freut sich aber tierisch drauf wieder zwischen mehr als nur vier T-Shirts und Ballerinas, oder Flip Flop wählen zu können :)

Zum Abschluss haben wir aus den 7741 sortierten Fotos (von denen ihr schon knapp 700 hier im Blog zu sehen bekommen habt) ein paar Highlights zusammengestellt:

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(Da die Gema ein bisschen Probleme macht, ist das Video jetzt bei Dropbox. Um es in voller Qualität anzusehen, ladet es bitte über den Button "Download" runter. Sollte es Probleme geben, schicken wir euch gerne einen Link per Mail)

PS: Verpasst den zweiten Teil von diesem Video nicht! ;) ach und:
Daheim (in Bayern) ist es doch am schönsten!! Zwar haben wir den ein oder anderen Ort besucht, wo wir uns vorstellen könnten mal eine Zeitlang zu leben und auch wissen wir jetzt, dass wir uns so gut wie überall einleben könnten, aber sicher werden wir in der nächsten Zeit nicht auswandern :) Deutschland hat, angefangen mit dem hohen Lebensstandard, so einiges zu bieten (bis auf den Winter), das wir einfach nicht missen wollen.

Wir befinden uns zu diesem Zeitpunkt auf unserem Rückflug nach München und wollen uns herzlich fürs Lesen unseres Blogs und für die tollen Kommentare bedanken. Vielen Dank auch an allen Menschen, die uns bei der Verwirklichung dieser Reise unterstütz haben, besonders bei Mama Dagmar fürs Hasensitten, Mama Karin für die Regelung des Papierkrams daheim (und mehr!), Oma und Opa W. fürs Briefkasten checken, Marcel für die Karte mit den besten Cafés (von denen wir sehr viele besucht haben), Miri, Verena und Carmen fürs Pferde pflegen!
Wir freuen uns sooooo sehr euch alle wieder zu sehen!
Bis ganz bald!

Johannes und Tanja

Eingestellt von TanJo 14.03.2014 20:32 Archiviert in Thailand Tagged bangkok mode_sathorn_hotel_managed_by_s Kommentare (1)

4 Nights in Bangkok

sunny 36 °C

Eigentlich hatten wir ja vor uns Bangkok auch noch ein bisschen anzuschauen… aber ganz ehrlich: Wir brauchten dringend Urlaub ;) Unsere Weltreise war wirklich mehr eine Reise als ein Urlaub. Oft hatten wir wochenlang jeden Tag so viel vor, dass keine Zeit zum Entspannen blieb. Da es nächsten Montag schon wieder mit Uni, Arbeit und so vielen Dingen, die wir zu tun haben weitergeht, haben wir uns entschlossen Bangkok einfach Bangkok sein zu lassen, und die letzten Tage in aller Ruhe ausklingen zu lassen.

Dafür haben wir uns ein sehr sehr nettes Hotel ausgesucht, das "Mode Sathorn Hotel Managed by Siam@Siam". Man kann es hier ohne Probleme mehrere Tage im Zimmer, am Infinity-Pool und auf der Rooftop-Bar aushalten! Für uns gab es netterweise ein kostenfreies Upgrade auf die nächsthöhere Zimmerkategorie und dass auch noch im 30. Stockwerk - yeah!! :D :D

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(freistehende Badewanne mit hammer Ausblick)
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Nur zweimal haben wir dann doch das Hotel verlassen, um unsere Wäsche zur "Laundry" zu bringen und um ein paar Souvenirs einzukaufen. Auch hier haben wir nochmal gemerkt, dass man nichts von den Demonstrationen mitbekommt.

Morgen gibt es dann den letzten Blog-Eintrag – eine kleine Zusammenfassung über unserer Reise!
Bis bald!

Eingestellt von TanJo 14.03.2014 02:20 Archiviert in Thailand Tagged bangkok mode_sathorn_hotel_managed_by_s Kommentare (1)

Ayutthaya

sunny 38 °C

Nach den überwiegend sehr alten Elefanten ging es weiter zu noch viel viel älteren Steinen.

Ayutthaya war im 18. Jahrhundert die Metropole Südostasiens. Im 14. Jahrhundert lag sie noch an der Küste des Golfs von Thailand. Durch jahrhundertelange Sedimentbildung liegt sie nun ca. 100km von der Küste entfernt. Insgesamt 35 Könige beherrschten mehr oder weniger große Gebiete Siams und erweiterten die Hauptstadt ständig. Zu seiner Blütezeit hatte Ayutthaya 3 Königspaläste, 375 Tempelanlagen und 94 Stadttore. Am 7. April 1767 wurde die Stadt jedoch von den Birmanen erobert, geplündert und fast vollständig zerstört. Ayutthaya erholte sich von dieser Katastrophe nicht mehr, kurze Zeit später gründete König Phutthayotfa Chulalok (Rama I.) die neue Hauptstadt Bangkok.

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Übrig geblieben sind also sehr viele Ruinen von Tempeln, von denen wir einige besucht haben. Die damalige Bauweise war nicht wirklich der Hit. Von Fundamenten hatten die anscheinend keine Ahnung, es wurde einfach direkt auf den weichen Sandboden gebaut. Auch die verwendeten Materialien waren nicht von Bestand und haben zum Verfall beigetragen. Viele von den nicht zertrümmerten Türmen sind mittlerweile bedenklich schief ;)

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Alles in allem sind die Steinhaufen aber trotzdem sehr sehenswert! Die Ruinen lassen nur ahnen wie die Stadt zu Ihrer Glanzzeit ausgesehen haben muss und vermitteln auch nach Jahrhunderten noch den Eindruck einer prunkvollen Metropole.
Das Wetter hat die Besichtigungen aber sehr anstrengend gemacht. Bei unserem Besuch hatte es 38 °C im Schatten, von dem es zwischen den Steinruinen nur sehr wenig gab.

Viele Grüße
Johannes ( und Tanja )

Eingestellt von TanJo 13.03.2014 04:20 Archiviert in Thailand Tagged ayutthaya Kommentare (2)

Kanchanaburi - Auf Tuchfühlung mit Elefanten

sunny 35 °C

Wie angekündigt haben wir uns auf den Weg nach Kanchanaburi gemacht, um dort einen Tag mit Elefanten zu verbringen (diesmal unter viel besseren Umständen als bei unserem Ausritt).

Von Koh Tao aus ist das eine ganz schöne Ecke… Da wir mittlerweile nicht mehr mit irgendwelchen Nachtzügen/-bussen reisen wollen, da man dabei eh nicht zum Schlafen kommt und somit der ganze nächste Tag von Müdigkeit überschattet wird, haben wir uns dazu entschlossen die Strecke an 2 Tagen zurückzulegen. Am ersten Tag ging es von 09:00 morgens bis 20:30 abends mit Fähre und Bus nach Bangkok (übrigens das erste Mal auf unserer gesamten Reise, dass wir 5min vor der geplanten Ankunftszeit angekommen sind! Und das bei einer fast 12-stündigen Reise inklusive 30min Stau!)

Später gibt es noch einen ausführlicheren Beitrag zu Bangkok, wenn wir dort ein paar Tage verbringen, aber das wichtigste schon jetzt vorweg: Viele andere Reisende die wir in Thailand getroffen haben, haben uns schon mitgeteilt, dass Bangkok „Kein Problem!“ sei. Und so fanden wir das auch: Es herrscht Normalbetrieb in Bangkok. Viele Straßenblockaden wurden in den letzten Wochen schon aufgelöst und die protestierenden Menschen haben sich in Protestlagern zusammengeschlossen. Von dort aus werden immer wieder Protestmärsche durch die Stadt gestartet, die angeblich eher im Stil von Straßenfesten ablaufen. Wenn man sich von diesem Märschen und den Protestlagern fern hält, gibt es keine weiteren Sicherheitsbedenken (auch von Seiten des deutschen Auswärtigen Amtes werden sonst keine weiteren Vorsichtsmaßnahmen vorgeschlagen). Daher freuen wir uns schon auf Bangkok, da uns der kurze Eindruck schon sehr neugierig gemacht hat.

Am nächsten Morgen ging es dann weiter nach Kanchanaburi. Das ist von Bangkok aus nochmal ca. 3 Stunden mit dem Minibus entfernt.
Nach der Ankunft wollten wir in unserem Guesthouse nur schnell einen Cappuccino trinken und eine Waffel essen– die örtliche Polizei war auch gerade da, und als sie gemerkt haben, dass die Inhaberin des Cafés etwas Hilfe gebrauchen könnte, haben sie kurzerhand die Waffel zubereitet :D
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Den Nachmittag haben wir dann auf Fahrrädern verbracht, uns ein wenig die Stadt und das umliegende Land angesehen und „Die Brücke am Kwai“ besucht. Die ist nicht wirklich einen Besuch wert gewesen – da haben wir schon viel schönere Brücken gesehen, aber sie ist eben, wie auch die sogenannte Death-Eisenbahnstrecke, sehr geschichtsträchtig ;) – Aber die Natur um Kanchanaburi herum hat uns sehr gut gefallen.

„Während des Zweiten Weltkriegs wurde eine 415 Kilometer lange Eisenbahnlinie zwischen Birma, dem heutigen Myanmar, und Thailand gebaut. Die Trasse sollte den Nachschub für die japanischen Truppen sicherstellen, die nach dem Angriff auf Pearl Harbour im Dezember 1941 rasch große Teile des pazifischen Raums unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Im Juni 1942 begannen die australischen, britischen, niederländischen POWs, die Prisoners of War, gemeinsam mit schätzungsweise 270.000 asiatischen Zwangsarbeitern den Dschungel zu roden und Felsen zu sprengen. 90.000 Zwangsarbeiter und rund 12.000 POWs kamen während der Bauarbeiten ums Leben. Sie starben an Entkräftung, an Tropenkrankheiten, durch die Schikanen der japanischen und koreanischen Aufpasser, die etwa am Hellfire Pass schon mal Steine fallen ließen, während die Arbeiter unter ihnen Geröll abtransportierten. Death Railway, Eisenbahn des Todes, heißt die Strecke seitdem.“
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/reise/die-bruecke-am-kwai-in-thailand-gegen-den-strom-1.1236425

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Nun aber zum Highlight und dem eigentlichen Grund für den Aufenthalt in dieser Stadt: Unser Besuch bei "Elephantsworld", einer Auffangstation für Elefanten, die aus der Hand von Menschen befreit wurden (auch von den Trekking-Farmen, also dort wo das Elefantenreiten angeboten wird). Sie dürfen ihr weiteres Leben nun damit verbringen, dass die Menschen für sie arbeiten. 9 Elefanten befinden sich derzeit auf der Farm, die Älteste ist 78 Jahre alt, der jüngste Elefant „Johnny“ erst 7. Die meisten Elefanten hier sind sehr alt, manche teilweise oder komplett blind, viele auch zahnlos. So benötigen sie spezielle Aufmerksamkeit und Pflege, bei der die Besucher mithelfen dürfen.
Los ging es in der Früh mit einem saftigen Frucht-Frühstück, dass wir den Elefanten geben durften. Wir hatten die Aufgabe die 58 jährige Elefantendame „Lam Duan“ zu füttern, die komplett blind ist. Da sie sich zudem sehr schwer tut das Futter selbst mit dem Rüssel aufzunehmen, mussten wir sie direkt in den Mund füttern :) (Da sie keine Zähne mehr hat, bestand natürlich auch keine Gefahr Finger zu verlieren :D )
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Anschließend ritten oder führten die Elefantenführer, die sogenannten „Mahuts“ (jeder ist für seinen eigenen Elefanten zuständig), die Herde zum Fluss und die fitten Elefanten konnten ein kleines Bad nehmen und sich danach mit Sand und Erde panieren. Lediglich die blinden Elefanten mussten in Stallungen gebracht oder angebunden werden, alle anderen konnten sich auf der Anlage frei bewegen. Jedoch waren die Elefantenführer immer mit dabei: die Elefanten in dieser Stadion stammen aus unterschiedlichen Familien und können schon mal „aneinander geraten“ und das kann gefährlich für die Touristen und Mitarbeiter werden. Deshalb werden sie immer im Auge behalten. Außerdem sind sie sehr zutraulich und können einen ziemlich auf die Pelle rücken, auch dann schimpft der Mahut schon mal seinen Elefanten. Am meisten wurde Malee getadelt, die eigentlich die ganze Zeit um uns „rumgeschlichen“ ist.
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Nachdem wir den Elefanten beim Baden und Panieren zugesehen haben, haben wir zusammen das Mittagessen für die zahnlosen Elefanten gekocht: Reis mit Kürbis, den wir dann zum Abkühlen stehen ließen.
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(Übrigens war an diesem Tag ein thailändisches Filmteam dabei, um eine Dokumentation über Elephantsworld zu drehen)

Erst mal gab es für uns Mittagessen, und die Elefanten durften ein kleines Schlammbad nehmen.
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Nun ging es für uns an den anstrengendsten Teil des Tages: Bei ca. 36 °C Mittagssonne fuhren wir zu einer nahe gelegenen Bananenplantage, von der wir die Hauptnahrung für die Elefanten abholten. Da Bananenpflanzen nur einmal in ihrem Leben Früchte tragen, stellen viele Bauern die nun nicht weiter nutzbaren Stauden der "Elephantsworld" kostenlos zur Verfügung. Diese wurden gefällt und von uns auf einen Transporter geladen.
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Zurück im Camp haben wir den abgekühlten Reis mit Kürbis noch mit Vitaminpulver versehen und zu Kugeln geformt und dann die zahnlosen Elefanten damit gefüttert. Die waren übrigens ganz schön aufdringlich und wollten immer Essen vom Tisch klauen ;)
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Der Höhepunkt des Tages folgte danach: Baden mit den Elefanten. Diesmal hatten wir wirklich Glück, da wir den ältesten Elefanten bekommen haben: Die Elefantendame „Amber“. Sie schien wirklich eine Wasserratte zu sein und hatte wohl mächtig Spaß immer wieder auf das Kommando des Mahut hin – der sich kugelte vor Lachen – unter zu tauchen und uns dabei von ihrem Rücken abzuwerfen. Wir hatten das Gefühl, dass es ihr nicht unangenehm war uns zu ärgern :D
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Nach dem wir die Elefanten nochmal mit Obst gefüttert haben (wir hatten diesmal wieder die Wasserratte „Amber“), ging der wunderschöne Tag leider viel zu schnell zu Ende.
Es war ein tolles Erlebnis! Wir haben uns zu keiner Zeit unsicher oder von den Elefanten bedroht gefühlt. Ganz im Gegenteil: Der Mahut kennt seinen Elefanten sehr gut und verbringt jeden Tag mit ihm und erkennt somit wie es dem Elefant geht und wie er sich fühlt. Wenn der Mahut merkt, dass sein Elefant nicht gut drauf ist, wird dieser von den restlichen Elefanten und den Touristen für diesen Tag ferngehalten. Dies ist aber auch die einzige Ausnahme für die Elefanten, sich ungehindert auf dem großen Gelände zu bewegen. Übrigens werden die Elefanten abends dann von ihrem Mahut in den Duschgel gebracht und morgens dort wieder abgeholt.
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Viele liebe Grüße
Johannes (+Tanja)

Eingestellt von TanJo 09.03.2014 19:40 Archiviert in Thailand Tagged kanchanaburi_elephantworld Kommentare (3)

Koh Tao

sunny 35 °C

Von Khao Sok ging es zu unserem nächsten Ziel – mal wieder eine Insel: Koh Tao gilt als eines der schönsten Tauchgebiete in ganz Thailand. Das kommt den Tauchern hier natürlich zu Gute: Durch die enorme Konkurrenz sind die Preise sehr niedrig. Ein ca. 1-stündiger Boot-Tauchgang inklusive kompletter Ausrüstung und Guide kostet lediglich um die 20€. Bei unseren Tauchgängen war aber leider die Sicht sehr sehr schlecht. Aber die Unterwasserwelt ist atemberaubend :D Und wir können nur jedem empfehlen hier her zu kommen, denn auch sonst ist es eine nette Insel. Zwar natürlich auch alles voller Touristen, aber dadurch, dass die Insel etwas größer ist, verläuft sich alles besser.

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Wir haben uns an einem Tag einen Roller geliehen, und damit ein bisschen die Insel erkundet. Die Aussichtspunkte waren auf erstaunlich hohen Bergen, die nur über sehr steile Straßen, Großteils aber lediglich Feldwege, erreicht werden konnten. Der Roller musste sich ganz schön abmühen ;)

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Sonst gibt es hier eigentlich nicht mehr viel zu berichten. Es ist ein bisschen wie: kennst du eine Insel, kennst du alle. Sie nehmen sich nicht viel untereinander: Tolle Strände, leckere Cocktails, gutes Essen :) Da kann man nichts falsch machen ^^

Das war unser letzter Aufenthalt am Meer :( Jetzt folgt noch ein bisschen Festland um Bangkok herum, und dann geht’s (leider) auch schon wieder nach Hause!

Bis bald! Liebe Grüße
Tanja + Johannes

Eingestellt von TanJo 08.03.2014 21:21 Archiviert in Thailand Tagged koh_tao Kommentare (1)

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